Und zum Saisonbeginn knallert auch der Südpol so richtig los. Da haben wir
die Plattentaufe von
GuyVincent. Eine hochkarätige Zusammensetzung aus der hiesigen Musikerszene. Allen voran Michel Gsell am Gesang, den man als Verantwortlichen für die Streicherarrangements von Heidi Happy kennt. Unterstützt wird er von Arno Troxler (Coal, Sad Riders, Heidi Happy), Peter Estermann (Serpentine), Marc Schneider (Moë, Nadja Räss) und Simon Kaufmann (Adrian Stern, Made In Mind). Aber genug Name Dropping, am besten reinhören.
Darum verlost der Ron 2 CDs und 2x2 Eintritte für heute Abend. Einfach Mail mit Adresse an
luzern@ronorp.net und angeben ob CD oder Eintritt.
Studie: Facebook-Abstinenz macht glücklich
Aktuell sind rund 300 Millionen Menschen bei Facebook registriert. 30 Millionen davon stellen jeden Tag persönliche Meldungen ins Netz. Wie eine Studie der Universität Zürich zeigt, macht Facebook aber trotz vieler Kontakte nicht unbedingt glücklich.
Wie die Studie gemäss SDA zeigt, sind Facebook-Abstinente generell zufriedener mit ihrem Leben als jene, die virtuelle Kontakte im Internet pflegen und ihren Alltag öffentlich machen. Laut der vom Psychologischen Institut durchgeführten Umfrage sind Nicht-Nutzer zudem psychisch gesünder und gelten als gewissenhafter als die extrovertierten Facebook-Nutzer. Weil sie gewissenhafter seien, hätten sie zudem oft mehr Erfolg im Beruf.
Für diese Studie wurden 1000 Personen im Alter zwischen 13 und 89 Jahren befragt, von denen 573 ein Facebook-Profil pflegen. Von den Facebook-Nutzern waren 335 auch noch auf anderen Netzwerken wie etwa MySpace aktiv.
Dies ist allerdings nicht die erste Studie über Facebook-Nutzer: Amerikanische Forscher der Michigan State University hatten sich 2007 bereits dieses Themas angenommen und eine Umfrage gestartet. Im Gegensatz zu den Zürcher Forschern stellten sie jedoch genau das Gegenteil fest, nämlich dass Facebook-Nutzer zufriedener und glücklicher sind als Nicht- Nutzer, weil sie sozial engagierter seien.
((Aus der Werbewoche - aber was jetzt!))
Aber ich muss klar sagen: Vermissen tu ich's nicht!
generell denke ich über facebook, dass es immer darauf ankommt, was man damit macht. virtuelle freunde sammeln wie coop-markli bringt keine freunde. das ist doch logisch. ich für mich selbst bin bis auf drei personen, nur mit leuten verlinkt, die ich im wirklichen leben auch kenne, die aber zum teil sehr weit weg leben. so habe ich z.b. eine freundin in thailand, die via facebook ihren ganzen freundeskreis vernetzt hat und uns so berichtet, wie es ihr geht. wir können fotos ankucken, die sie macht und uns darüber austauschen. das alles indiviuell über skype oder mail zu machen ist um einiges komplizierter…
und die leute, die ich wirklich via facebook kennengelernt habe, lade ich sehr schnell zu einem persönlichen kontakt ein, was meistens klappt und ganz lustig ist.
jede zeit hat ihre (technischen) entwicklungen. vor 200 jahren wurde die eisenbahn verflucht und heute gehen so viele menschen mit dem zug zur arbeit. heute ist es das iphon und facebook. es kommt einfach drauf an, was man damit macht. auf das mass, auf den stellenwert, den man etwas im leben gibt.
Klar- Bedürfinis nach zwischenmenschlichem Kontakt, nach Austausch und Kommunikation, Gegenpol zur Einsamkeit (welche den Menschen zersetzen kann...).
Befriedigt Facebook dieses Bedürfnis? Natürlich fühlt man sich direkt in einer Art Gemeinschaft geborgen, wenn man die Möglichkeit hat, sich mit anderen Menschen auszutauschen. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass manchmal jedes einzelne Wort, und sei es noch so lapidar und zu einer an und für sich noch so uninteressanten Person gesprochen, Wunder wirken kann, wenn man sich nach Gesellschaft sehnt. Facebook passt auch zum heutigen Kontext: Es geht schnell, ist unkompliziert und mit wenigen Aufwänden verbunden. Die Freundschaften müssen nicht intim sein, damit sie lange anhalten und dem Teilnehmer auf möglichst lange Dauer "Vorteile" verschaffen, sie dürfen oberflächlich und heuchlerisch sein, denn gemerkt wird es via Internet nicht, da eine Freundschaft, einmal angenommen, zwar gekündigt werden kann aber sich nicht von alleine auflöst, wenn man z.B. im sogenannten "real life" die betreffende Person vergessen hat.
Bis anhin klingt es nach einer Gratislösung für den unglücklichen Einsamen. Doch das Bedürfnis nach Freundschaft etc. wird durch virtuellen Kontakt nicht gestillt- so meine Meinung- sondern hingehalten: Facebook stellt einen Ersatz dar, welcher die Situation für den Einsamen für kurze Dauer zwar erträglich machen kann, jedoch vom wirklichen Wert her nie auf der gleichen Spur wie die echte menschliche Freundschaft, welche auf echtem Gefühl und wahrer Hingezogenheit basiert fahren wird. Die Technik wird der Menschlichkeit nie das Wasser reichen-
Wunderbare Worte! Natürlich benutzten die meisten Facebook-User das Portal wohl nur um "mit Freunden in Kontakt zu bleiben" oder "schnell und einfach zu kommunizieren". Es muss schlimm stehen um den Menschen, wenn er tatsächlich in die Situation kommt, dass er sich im Umgang mit seinen "Freunden" um ein entsprechendes Zeitpensum bemüht.
Es steht schlimm um den Menschen. Schuld daran sind wir selbst, doch das gehört nicht hierhin.
Jegliche technische Medien wie Internet, Computer und Natel (noch besser: iPhone) erleichtern dem Konsumenten doch gewissermassen das Leben. Er spart damit Zeit ein bei Arbeit, Kommunikation, Recherche etc. Doch gibt er dadurch auch immer einen wichtigen Teil seiner Eigenverantwortung an das Gerät ab. Er entfremdet sich selber, wird unselbstständiger und schon bald zu einer leere Hülle, falls seinen technischen Helfern einmal das Licht aus geht.
Besten Dank für deine Beiträge. Manchmal hab ich das Gefühl, es gibt nicht mehr viele, die ihr Hirni für anderes, als dem Folgen des Mainstreams nutzen und da sind Beitröge wie deine eine Wohltat.
Glücklich sein ist ja keine objektive Grösse. Was mich glücklich macht, ist ziemlich sicher nicht das, was der potentielle Facebook User für Glück hält. Somit sind solche Studien von vornherein Mumpitz, solange man nicht wenigstens eine halbwegs tragbare Definition von dem Glück gibt, das man da untersucht. Mit Zufriedenheit verhält es sich ja genauso.
Was Facebook mit sozialem Engagement zu tun hat, bleibt mir rätselhaft. Halte das ganze Ding für den passenden Ausdruck einer degenerierten Kommunikations- und Denkform, wie sie den Leuten heut leider entspricht.
Fütter mein Ego, fütter mein Ego.. Von daher hilft es auch nicht dem einsamen, bedürftigen, der da womöglich Kontakt zur Aussenwelt sucht.
Frage dich einmal was facebook eigentlich verkauft?
Die illusion von kontakt, von freundschaft vielleicht?
Und es liegt in facebook's interesse uns weiszumachen das wenn wir nicht genügend kontakte und freunde haben, unser leben nicht lebenswert und inkomplett ist.
Eigentlich macht facebook genau das was jedes produkt macht - es verkauft uns falsches glück. Es sagt - hast du genug freunde wirst du endlich glücklich sein, genau wie sie uns allen verkaufen das uns etwas fehlt. Weil wenn uns nichts fehlen würde, was würden wir denn dann kaufen? Und facebook liefert freunde, das behauptet es zumindest.
Die frage ist also verursachen soziale plattformen mehr einsamkeit und frust als sie lösen?
Die menschen gehen online und suchen nach kontakt, weil ihnen eingehtrichtet wird das sie "sozial" sein müssen um glücklich zu sein, aber was finden sie den dort auf facebook eigentlich? Ich bezweifle das es mehr als vorübergehende ablenkung und einige oberflächliche bekanntschaften ist welche sie dort finden. Ich glaube nicht das man durch facebook glücklich werden kann, und ich glaube wenn leute das irgendwann merken macht es sie noch unglücklicher. Aber ist ja kein problem, facebook hat viele tolle werbungen die dir sagen wie du das glück doch noch erreichen kannst! Ein ipod, ein auto, neue klammoten.
Die heutige gesellschaft ist ist leider zum grossteil kurzsichtig, egoistisch und konsum geil. Die beispiele die du gibst sind ja nicht mal die hälfte, kein mensch denkt sich zum beispiel wenn er auf einen flieger steigt wo die riesen menge billiges öl herkommt die dazu benötigt wird den vogel in die luft zu kriegen, wie viele menschen drauf gegangen sind um das öl zu sichern, oder wie viele kilo co2 der ganze spass in die umwelt einführt in der unser kinder es sicher nicht so schön haben werden wie wir.
Wir brauchen weniger facebook, bmw, easy jet und apple. Wir brauchen weniger ablenkung und mehr fokus auf den wichtigen problemen, die wirklich global und sozial sind. Ich weis nicht wann sozial einfach nur das gegenteil von privat geworden ist, aber meiner meinung nach hat es eine viel tiefere bedeutung and die wir uns alle erinnern sollten.
… für wieviele sind sie wohl noch die einzige plattform zur aussenwelt? mal von den beruflich bedingten kontakten abgesehen?
wenn nur 10% davon wirklich einsam sind, ist das schon zu viel.
menschen sind soziale wesen, darum können sie sprechen, hören, sehen, fühlen, riechen… aber all diese menschlichen eigenschaften und bedürfnissen wird unserer heutigen gesellschaft doch längst nicht mehr rechnung getragen.
man interessiert sich nicht mehr für den anderen. weder für den kollegen im büro, noch die alte dame, die mühe hat, ins tram zu steigen, noch für den mann, der vielleicht schweigend vor seinem bier in einer kneipe sitzt, noch für den nachbarn, dem man vielleicht schon seit wochen nicht mehr am briefkasten begegnet ist.
wieivel dieser facebook profile wirklich nur jux und dallerei sind und wieviele eigentlich nichts anderes als hilferufe («hey, ich bin auch noch da») zeigt die studie nicht. logisch: wer in einer guten beziehung lebt, ein soziales netzwerk hat, freunde, familie braucht das nicht, aber die anderen?
glücklicher oder nicht glücklicher, facebook ist doof.